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Reflexitainment – Gemeinsam neue Horizonte entdecken

Aktualisiert: vor 2 Stunden

Wie Geschichten uns helfen können, uns selbst, anderen Menschen und der Welt zugewandter zu begegnen.



"Die größte Illusion der Welt ist die Illusion der Trennung."

Guru Pathik, Avatar – Der Herr der Elemente


Dieses Zitat stammt aus einer meiner Lieblingsserien. Avatar – Der Herr der Elemente wird häufig als Kinderserie bezeichnet und erzählt doch von Krieg, Kolonialismus, Verlust, Sexismus, Macht, Verantwortung und der Suche nach innerem und äußerem Gleichgewicht. Die Serie zeigt, wie früh Geschichten Menschen dazu einladen können, über Ungerechtigkeit, Mitgefühl und das eigene Handeln nachzudenken.


Trotzdem hätte mich das Zitat von der „Illusion der Trennung“ eine Zeit lang vielleicht sogar wütend gemacht (in manchen Situationen sogar noch jetzt).


Denn ich bin nicht gleichgestellt mit Menschen, die aufgrund ihrer gesellschaftlichen Position sehr viel sicherer und privilegierter leben. Als nichtbinäre trans* und chronisch erkrankte Person habe ich Diskriminierung, Abwertung und auch traumatische Erfahrungen erlebt – im Patriarchat und in einer heteronormativen, chronisch gesunden Gesellschaft, aber ebenso innerhalb von Gemeinschaften, in denen ich eigentlich Schutz und Zugehörigkeit gesucht habe.


Wenn Menschen Gewalt oder traumatische Erfahrungen erleben, kann der Körper in einer ständigen Alarmbereitschaft bleiben. Dann wird es schwieriger, Situationen unbefangen zu begegnen. Blicke, Worte oder Reaktionen können schneller als Gefahr wahrgenommen werden – nicht aus Schwäche, sondern weil das eigene System versucht, weitere Verletzungen zu verhindern. Mit diesem Zusammenhang beschäftige ich mich unter anderem angeregt durch Verena Königs Arbeit über Trauma und Beziehung.


Ich versuche selbst immer wieder, aus diesem Angstmodus herauszufinden und neue Erfahrungen zuzulassen. Gleichzeitig möchte ich nicht vergessen, dass die Welt tatsächlich nicht für alle Menschen gleichermaßen sicher ist.


Reflexitainment bedeutet für mich deshalb nicht:

Wir sind alle gleich und können Unterschiede und Konflikte "einfach so" überwinden.


Es bedeutet vielmehr:

Wie können wir reale Machtverhältnisse, Verletzungen und Unterschiede ernst nehmen und dennoch Wege finden, uns selbst und anderen wieder zugewandter zu begegnen?


Verbundenheit ohne Verharmlosung


Patriarchat, Rassismus, Klassismus, Ableismus sowie Queer- und Transfeindlichkeit und so viel mehr sind keine Illusionen. Sie bestimmen mit, welche Körper geschützt werden, welche Erfahrungen geglaubt werden und wer gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten erhält.


Reflexitainment soll diese Unterschiede nicht durch eine schöne Vorstellung von Verbundenheit verdecken. Verbindung ist nicht automatisch gut. Auch Abhängigkeit, Manipulation und Gewalt können Menschen miteinander verbinden. Ebenso kann Trennung notwendig und heilsam sein, wenn wir uns aus schädlichen Beziehungen oder Strukturen lösen.


Die entscheidende Frage lautet daher nicht einfach, ob Menschen verbunden sind, sondern:

Welche Formen von Verbindung ermöglichen Würde, Freiheit, Sicherheit und gemeinsames Wachstum – und welche müssen wir verändern oder verlassen?


Was ist Reflexitainment?


Reflexitainment ist ein kulturwissenschaftlicher Ansatz, den ich im Rahmen meines Studiums der Kulturwissenschaften und Philosophie entwickelt habe. Der Ansatz geht davon aus, dass wir über alles, was wir erleben, sowie über uns selbst und andere Geschichten erzählen.


So vieles kann eine Geschichte sein: Filme, Serien, Bücher, Spiele, Mythen, Figuren und Dinge oder Erfahrungen, die uns berühren. Geschichten unterhalten uns nicht nur. Sie können uns helfen, eigene Gefühle und Werte zu erkennen, andere Perspektiven einzunehmen, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und uns selbst und die Welt zu verändern.

In unserer kleinen Welt haben wir oft nicht den Überblick über die vielen Verbindungen unserer großen, weiten Welt. Durch tiefe Reflektion können wir Stück für Stück etwas mehr von oben auf uns selbst und die Umwelt schauen. Diese tiefgreifende Reflexion kann sehr berührende Momente für individuelles und gemeinsames Wachstum auslösen.


Reflexitainment stellt beispielsweise Fragen wie:


Warum berührt mich diese Geschichte / Erfahrung?


In welcher Figur erkenne ich mich wieder und warum?


Welche Werte bewundere ich an der Figur und was sagt das über mich aus?


Wo bleibt die Geschichte / das Erlebnis problematisch oder widersprüchlich?


Was hat meine Reaktion mit meiner Biografie und meiner gesellschaftlichen Position / Prägung zu tun?


Was ist mir wichtig und wofür möchte ich selbst einstehen?


So werden berührende, unterhaltsame Momente zum Ausgangspunkt von Selbstreflexion, Machtkritik, Begegnung und möglicher Veränderung.


Reflexitainment ist nicht aus dem Nichts entstanden. Der Ansatz baut auf bestehenden Konzepten wie Edutainment (Lernen durch Unterhaltung) und Valuetainment (Wertevermittlung durch Unterhaltung) auf und entwickelt sie weiter. Während Edutainment vor allem Wissen vermittelt und Valuetainment Werte in den Mittelpunkt stellt, fragt Reflexitainment zusätzlich danach, wie Geschichten Menschen dazu anregen können, systematisch über sich selbst, ihre Beziehungen und gesellschaftliche Zusammenhänge nachzudenken. Dabei geht es nicht nur darum, Geschichten zu interpretieren – das tun Menschen seit Jahrhunderten. Neu ist der Versuch, diesen Reflexionsprozess kulturwissenschaftlich zu beschreiben und als Methode nutzbar zu machen. Reflexitainment verbindet persönliche Erfahrungen (Mikro), gesellschaftliche Zusammenhänge (Meso) und kulturelle beziehungsweise globale Perspektiven (Makro) zu einem gemeinsamen Reflexionsprozess.

Indem Menschen dadurch die eigene Perspektive hinterfragen, andere Erfahrungen besser nachvollziehen und Zusammenhänge zwischen persönlichem Handeln und gesellschaftlichen Strukturen erkennen, kann Reflexitainment zur Förderung von Vielfalt, Empathie und demokratischem Denken beitragen.


Die Sonnenblume als Leitbild


Meine Lieblingsblume ist die Sonnenblume. Sie ist für mich zu einer Metapher für Reflexitainment geworden.


Eine Sonnenblume wächst nicht allein aus eigener Kraft. Sie braucht Licht, Wasser, Nährstoffe, Raum und einen Boden, in dem sie Wurzeln bilden kann. Ihre Entwicklung hängt von den Bedingungen ab, die sie umgeben.


Auch Menschen wachsen nicht unabhängig von ihrer Umwelt. Beziehungen, gesellschaftliche Strukturen, körperliche und mentale Gesundheit, Geschichten und kulturelle Vorstellungen prägen, welche Möglichkeiten sich uns eröffnen.


Reflexitainment fragt deshalb nicht nur:


Wer bin ich?


Sondern:


Wie bin ich zu diesem Menschen geworden?


Was hat mich wachsen lassen – und was hat mich verletzt oder eingeengt?


Welche Bedingungen brauchen unterschiedliche Menschen, damit sie sich entfalten können?


Die Sonnenblume steht für mich auch für Zuwendung. Poetisch gesprochen möchte ich erforschen, wie Menschen einander Orientierung, Hoffnung und Wärme geben können, ohne Unterschiede, Schatten oder Verletzungen zu verleugnen.


Mir begegnete einmal eine poetische Geschichte über die Sonnenblumen-Theorie. Sie erzählt davon, dass Sonnenblumen sich tagsüber der Sonne zuwenden und sich, wenn das Licht verschwindet, einander zuwenden. Ob dies biologisch genau so geschieht, ist für mich dabei gar nicht entscheidend. Entscheidend ist die Metapher.


Sie erinnert mich daran, dass wir Menschen uns nicht nur nach Begleitung in den sonnigen Momenten des Lebens sehnen. Wir wünschen uns Menschen, die bleiben, wenn es dunkel wird. Menschen, die unser Licht feiern, uns aber auch in schwierigen Zeiten daran erinnern, dass wir nicht allein sind. Für mich beschreibt dieses Bild einen wichtigen Gedanken von Reflexitainment: Wir können füreinander Licht werden. So wie die Sonnenblumen nachts füreinander zur Sonne oder zu Sternen werden.


Gleichzeitig lädt mich die Sonnenblume dazu ein, noch weiter zu denken:

Wenn wir einen Blumenstrauß kaufen, schneiden wir die Stiele schräg an, wechseln regelmäßig das Wasser oder geben Blumennahrung hinzu. Wir überlegen also, welche Bedingungen eine Blume braucht, damit sie möglichst lange leben kann.

Reflexitainment fragt anschließend einen Schritt weiter: Warum beschäftigen wir uns oft erst mit einer Blume, nachdem sie bereits abgeschnitten wurde? Welche Bedingungen hätte sie gebraucht, um von Anfang an gut wachsen zu können? Welche Erde, welche Nährstoffe, welches Klima oder welche Pflege hätte ihr geholfen? Hätte sie in richtiger Blumenerde nicht viel besser wachsen und länger leben können als in einer von der natürlichen Umgebung abgekapselten Vase?

Genau diese Fragen lassen sich auch auf Menschen übertragen. Statt nur zu fragen, wie wir mit den Folgen von Leid umgehen, können wir fragen, welche gesellschaftlichen Bedingungen Menschen überhaupt erst dabei unterstützen, gut, frei und verbunden aufzuwachsen und wie strukturell bedingtes Leid vielleicht gar nicht erst entsteht.


Auch die Sonnenblume braucht Reflexion


Die Sonnenblume ist für mich ein kraftvolles Bild. Sie richtet sich nach dem Licht, wächst und erinnert mich daran, dass wir uns immer wieder dem zuwenden können, was Hoffnung, Orientierung und Lebendigkeit in unser Leben bringt.


Doch Reflexitainment bedeutet auch, die eigenen Lieblingsmetaphern kritisch zu hinterfragen.


Die Verbindung von Licht mit Wahrheit, Reinheit und dem Guten sowie von Dunkelheit mit Gefahr oder Unwissenheit ist tief in europäischen und christlichen Bildtraditionen verwurzelt. Im Laufe der Kolonialgeschichte wurde diese Symbolik jedoch häufig genutzt, um koloniale Herrschaft und Missionierung zu legitimieren. Europa konnte sich als Träger des „Lichts“ darstellen, während andere Kulturen als „dunkel“, „unzivilisiert“ oder „rückständig“ beschrieben wurden. Dadurch wurden Machtverhältnisse nicht nur politisch, sondern auch symbolisch abgesichert. Diese negative Methaper des Westens markiert(e) Afrika als den dunklen und andersartigen Kontinent.


Gerade deshalb möchte ich mit Reflexitainment deutlich machen, dass Metaphern niemals selbstverständlich oder universell sind.


Es gibt nicht die eine afrikanische Kosmologie, sondern eine große Vielfalt afrikanischer Weltbilder. In der Kosmologie der Bântu-Kôngo wird das Leben beispielsweise durch das Kongo-Kosmogramm, das Dikenga, als kreisförmige Bewegung dargestellt. Die verschiedenen Positionen der Sonne stehen dabei unter anderem für Werden, Reife, Tod, Übergang in die Welt der Ahnen und erneute Hervorbringung. Die sichtbare und die unsichtbare beziehungsweise spirituelle Welt sind keine vollkommen voneinander getrennten Bereiche, sondern Teile eines umfassenden Kreislaufs. Demnach leben Menschen in den Bewegungen des Ozeans in Wellen und Kreisformen.


Nacht und Dunkelheit müssen aus einer solchen Perspektive daher nicht ausschließlich für etwas Negatives stehen. Sie können auch mit Ruhe, Übergang, Erinnerung, der Verbindung zu den Ahnen oder dem Entstehen von etwas Neuem verbunden werden.


Diese Vorstellung hat auch meinen eigenen Blick auf Verlust verändert. Meine Mutter starb, als ich acht Jahre alt war. Heute, viele Jahre später, erlebe ich, dass die Verbindung zu ihr nicht nur aus Schmerz besteht. Besonders in Träumen begegnet sie mir manchmal wieder. Ob man solche Erfahrungen spirituell, psychologisch oder als Ausdruck der Trauerverarbeitung versteht, ist dabei gar nicht entscheidend. Für mich zeigen sie, dass Dunkelheit nicht nur für das Ende stehen muss. Gerade in den stillen, verletzlichen oder nächtlichen Momenten können Erinnerung, Verbundenheit und neue Bedeutungen entstehen. Vielleicht wächst Hoffnung manchmal nicht trotz der Dunkelheit, sondern gerade durch sie hindurch.


Diese Perspektiven erinnern mich daran, dass Licht nicht automatisch gut und Dunkelheit nicht automatisch schlecht ist.


Wenn ich die Sonnenblume als Symbol für Reflexitainment verwende, dann deshalb, weil sie meine persönliche Bewegung hin zu Hoffnung, Offenheit und Lebendigkeit beschreibt – nicht weil ich behaupten möchte, diese Symbolik gelte für alle Menschen und Kulturen gleichermaßen oder sei frei von kritischen Prägungen. Gerade weil die Sonnenblume jede Nacht wieder Dunkelheit erlebt, bevor sie sich dem nächsten Morgen zuwendet, erinnert sie mich daran, dass Hoffnung die Nacht nicht ausschließt, sondern durch sie hindurch entsteht.


Vielleicht beginnt Reflexitainment genau hier:


Nicht nur Geschichten zu reflektieren, sondern auch die Bilder, mit denen wir unsere eigenen Geschichten erzählen.


Reflexitainment möchte motivieren immer tiefer zu reflektieren


Selbst dort endet die Reflexion noch nicht. Pflanzen wachsen nicht isoliert. Wurzeln verbinden sie mit dem Boden, und über Pilznetzwerke können in Wäldern Informationen und Nährstoffe zwischen Pflanzen weitergegeben werden. Die Welt besteht aus Beziehungen.

Dieses Bild erinnert mich an das Rhizom (ein Wurzelgeflecht), das Gilles Deleuze und Félix Guattari als Gegenmodell zu hierarchischem Denken beschreiben. Ein Rhizom besitzt kein Zentrum und keine Spitze wie es beim Baum der Fall ist. Es besteht aus Verbindungen, die sich in viele Richtungen entfalten können.

Auch Reflexitainment versucht, solche Verbindungen sichtbar zu machen. Zwischen Menschen. Zwischen Geschichten. Zwischen Wissenschaft, Kunst und Alltag. Zwischen persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Strukturen. Je tiefer wir reflektieren, desto mehr erkennen wir, dass vieles miteinander verbunden ist – oft auf eine Weise, die wir zunächst gar nicht sehen konnten.

Auf diese Weise schaffen wir Möglichkeiten für neue oder andere Formen von Beziehungen und können Normen und Machtstrukturen aufbrechen und uns neu verbinden und erfinden.


Die Geschichte meiner Mama und mir


Abbildung: Meine Mama Maria und ich. Ihr großer Wunsch nach einem Kind und ihre Sehnsucht nach Liebe, Leben und tiefer Verbundenheit prägen mich bis heute. Diese Sehnsucht teile ich mit ihr – und in Reflexitainment lebt unsere Verbindung für mich weiter.


Reflexitainment entstand nicht aus einer einzelnen Geschichte. Der Ausgangspunkt waren die philosophischen Gedanken meiner Mama Maria über Verbundenheit, Freiheit, inneres Gleichgewicht und das große Netz des Miteinanders. Im Laufe meines Studiums der Kulturwissenschaften und Philosophie begann ich, diese Gedanken mit wissenschaftlichen Theorien, meinen eigenen Erfahrungen und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen weiterzuentwickeln.


Abbildung: Philosophische Notizen meiner Mama Maria Reimers. Die Skizzen und Texte kreisen um Verbundenheit, Freiheit und das Verhältnis zwischen der kleinen Welt eines Menschen und einer größeren Welt. Sie bildeten einen wichtigen Ausgangspunkt für meine späteren Überlegungen zu Reflexitainment.


Erst während meiner Abschlussarbeit wurde mir bewusst, wie sehr mich die Figur Nico Robin aus One Piece an diesen Weg erinnert.

Robin ist Archäologin. Nach dem Tod ihrer Mutter Nico Olvia führt sie deren Suche nach verborgenem Wissen weiter und hinterfragt eine Weltordnung, die bestimmte Geschichten unterdrückt.

Ähnlich empfinde ich meinen eigenen Weg. Ich übernehme die Gedanken meiner Mama nicht unverändert. Ich trete mit ihnen in einen Dialog, verbinde sie mit kulturwissenschaftlicher Forschung, Philosophie, machtkritischen Perspektiven und meinen eigenen Erfahrungen. So entstehen neue Fragen, neue Verbindungen und schließlich auch neue Erkenntnisse.

Für mich zeigt sich darin etwas, das weit über meine eigene Geschichte hinausweist: Wissenschaft entsteht selten aus dem Nichts. Historisch ist sie selbst aus der Philosophie hervorgegangen. In meinem eigenen Leben durfte ich etwas Ähnliches erleben. Aus den philosophischen Gedanken meiner Mama entwickelte sich – durch Forschung, Reflexion und viele neue Begegnungen – Schritt für Schritt Reflexitainment.


Wohin die Reise geht


In meiner geplanten Arbeit „Wunden werden Wunder?“ möchte ich Reflexitainment theoretisch und methodisch weiterentwickeln.


Dabei interessieren mich Fragen wie:


Wie entstehen Zuwendung und Abwendung?


Was lässt Menschen leiden, und was lässt sie wachsen?


Wie hängen mentale Gesundheit, körperliche Bedingungen und gesellschaftliche Teilhabe zusammen?


Wie erzählen Religionen, Mythen und Medien von Heilung, Freude, Schuld und Verantwortung?


Wie prägen in diesem Zusammenhang Geschichten Vorstellungen von Geschlecht, Normalität, Gesundheit und einem guten Leben?


Wie können reflexive Wissenschaft und kulturelles Denken auch außerhalb der Universität zugänglich und nutzbar werden?


Abbildung: Filmplakat zu Eternals (Marvel Studios, 2021). Quelle: Marvel Studios / Disney


Ein zentraler Ausgangspunkt soll der Film Eternals sein. Der Film verbindet Schöpfung, Menschheitsgeschichte, Macht, Trauma, Fürsorge und kollektive Verantwortung. Das Avatar-Universum soll als wiederkehrender Resonanzraum dienen, weil es auf besondere Weise zeigt, wie persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung zusammengehören.


Das Ziel ist ein explorativer Reflexitainment-Kompass: keine fertige Universalformel, sondern eine Orientierung für Forschung, Bildung und kulturelle Praxis.


In einer späteren Promotion unter dem Arbeitstitel „Das fünfte Element: Verbindung“ möchte ich einzelne Richtungen dieses Kompasses empirisch vertiefen – durch Interviews, Workshops, Vorträge, Podcasts, Dokumentarfilm, internationale Perspektiven und Begegnungen in Schulen, Kulturhäusern, Hochschulen und auf Conventions.


Neue Horizonte


Über meine Mama wurde einmal geschrieben, dass sie wie kaum ein anderer Mensch neue Horizonte eröffnen konnte.


Dieser Gedanke begleitet mich.


Reflexitainment soll Menschen dazu einladen, neue Horizonte in Geschichten, in der Welt und in sich selbst zu entdecken. Nicht, indem wir Verletzungen übergehen oder uns einreden, alle Menschen lebten unter denselben Bedingungen. Sondern indem wir genauer hinsehen, Wissen miteinander verbinden und uns auch selbst kritisch befragen.


Vielleicht können wir die Welt nicht heilen, indem wir nur an Harmonie glauben.


Aber vielleicht können wir beginnen, sie zu verändern, wenn wir verstehen, woher ihre Wunden kommen, was Menschen wachsen lässt und wie wir einander zugewandter begegnen können.


Eine Einladung


Welche Geschichte begleitet dich schon lange?


Welche Figur hat dir Kraft gegeben?


Welche Werte erkennst du in ihr?


Welche unreflektierten Flecken hat die Geschichte?


Und was möchtest du selbst in deinem Leben oder in der Welt bewegen?


Vielleicht beginnt genau dort ein neuer Horizont.


Vielleicht beginnt dort Reflexitainment.


Reflexitainment gemeinsam weitertragen


Reflexitainment kann allein, in Freund*innenschaften, Partner*innenschaften, Familien oder in Gruppen ausprobiert werden. Vielleicht nehmt ihr eine Geschichte, die euch geprägt hat, als Ausgangspunkt für ein tieferes Gespräch? Vielleicht teilst du diesen Beitrag mit einem Menschen, mit dem du neue Perspektiven entdecken möchtest?


Ich vermittle Reflexitainment auf vielfältige und kreative Weise: durch Lesungen mit meinen Büchern, Filmvorführungen und persönliche Gespräche, durch Vorträge, Lehrkräftefortbildungen, Schulungen und Workshops. In Improtheaterformaten können Teilnehmer*innen Figuren und Konflikte verkörpern, Perspektiven wechseln und gemeinsam neue Handlungswege entwickeln. Dabei spreche ich auch offen über meine eigenen Erfahrungen und führe Reflexitainment nicht nur theoretisch aus, sondern praktiziere es selbst.


Schulen, Kulturhäuser, Bibliotheken, Hochschulen, Museen, Festivals und Conventions können mich für solche Formate einladen oder weiterempfehlen. Über Rückmeldungen von Menschen, die Reflexitainment selbst erprobt haben, freue ich mich ebenfalls: Was hat neue Gedanken oder Gespräche eröffnet? Was war hilfreich, schwierig oder überraschend?


Jedes Teilen, Weiterempfehlen und Ausprobieren hilft dabei, Reflexitainment in weitere kleine Welten zu tragen – und von dort aus gemeinsam am großen, demokratischen und vielfältigen Miteinander zu arbeiten.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, Reflexitainment kennenzulernen. Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren und Entdecken neuer Horizonte!



Du möchtest Reflaxitainment in deine Institution holen? Dann schaue dich gerne bei den Angeboten um!


 
 
 

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